Eingangsbereich
Die vier Gebote
Handyfreie Zone Ihr werdet es während des Gottesdienstes sicher nicht vermissen, kein noch so origineller Klingelton kann mit den Gesängen von Taizé mithalten.
Du sollst nicht … : Direkt am Eingang der Kirche hängt ein großes Holzschild mit vier „Ermahnungen“.
1. Keine Handys
2. Nicht fotografieren (außer zwischen 13.00. und 14.00 Uhr)
3. Keine schulterfreien Oberteile
4. Bitte ruhig verhalten
Handys: Über diese Punkt gibt es Gott sei Dank keine Meinungsverschiedenheiten. Die Vorstellung eines Taizéliedes, das von hundert verschiedenen Handyklingeltönen barbarisch massakriert wird, ist ja auch wirklich ziemlich haarsträubend (sogar bei meinen wenigen Haaren).
Fotografie: Der Wunsch gerade an den Gottesdienst eine Erinnerung mitzunehmen ist durchaus verständlich und nachvollziehbar, schließlich liegt hier die Essenz von Taizé. Trotzdem nervt es, wenn unmittelbar neben dem eigenen Gesicht im stimmungsvollsten Moment dreimal ein Blitz aufflammt. Abgesehen davon versaut der Blitz komplett die wunderschöne Lichtstimmung.
Wer kein Stativ dabei hat (und es ist ja nicht gerade ein rucksackübliches Utensil), kann in der „Fotozeit“ zwischen 13.00 und 14.00 Uhr den Foto auf Boden, Treppe oder Brüstung stellen und das Objektiv durch Unterlegen von irgendwelchen zusammengerollten Stoffklamotten in den richtigen Winkel bringen. (Hier mein Tip für ein federleichtes aber absolut geniales Allround-Stativ. Ideal für die Reise).
Um trotzdem nicht zu verwackeln (die Belichtungszeiten sind natürlich extrem lang) solltet ihr am besten den Selbstauslöser verwenden, bei Spiegelreflexkameras ist es oft sinnvoll, die Spiegelarretierung vor der Aufnahme zu lösen.
Freie Schultern: Zur Verhüllung dieser reizvollen, weiblichen, oder nicht ganz so reizvollen männlichen Attribute, liegt am Eingang ein großer Stapel weißer Tücher auf. Falls ihr sie zusammenknüllt und als Kissenersatz vergewaltigt, kann es sein, dass euch plötzlich einer der Brüder sanft auf die Schulter tippt.
Bitte zugreifen 151 Taizélieder warten darauf, von eurer Stimme zum Leben erweckt zu werden.
Liederhefte: Hier findet ihr Hunderte davon, zu abenteuerlich geschwungenen Türmen gestapelt, die scheinbar der Schwerkraft spotten.
Wer schon öfter in Taizé war kann die meisten Lieder - abgesehen von einigen slawischen Zungenbrechern - sowieso auswendig, aber für einen Taizénovizen oder am Anfang der Woche sind Text und - wer kann - Noten wirklich hilfreich. Während des Gottesdienstes werden die jeweiligen Liednummern elektronisch angezeigt.
Die aktuellen Liederhefte gibt es in Exposition (oder im Online-Shop) zu kaufen, es wäre daher nicht die feine englische Art, sie - rein zufällig - als Souvenir mitgehen zu lassen ;-). DieHefte änderen sich jedes Jahr leicht, im Heft 2006-2007 waren es z.B. 155 Liedtitel, im Heft 2007-2008 151 Liedtitel.
Für die Liedtexte während der Lesung liegen extra Zettel auf.

