Geschichte
Bau der Versöhnungskirche
1948 Der päpstliche Nuntius in Frankreich, Angelo Giuseppe Roncalli (später bekannter unter dem Namen Papst Johannes XXIII) erteilt den protestantischen Brüdern die Erlaubnis die kleine römisch-katholische Dorfkirche von Taizé für ihre Gottesdienste zu benutzen.
1961-1962 Bau der von Frère Denis Aubert geplanten „Kirche der Versöhnung“ durch 60 freiwillige Helfer der in Deutschland gegründeten Aktion „Sühnezeichen“. Einweihung am 5. und 06.08.62.
Als Frère Roger nach der Rückkehr von einer Reise zum ersten Mal die riesige Baustelle sah, war er völlig entsetzt:
„Er sah die riesigen Betonsäulen. Wie gross musste das Dach sein, dass sie tragen würden. Er hatte einen Fehler gemacht. Zwar hatte er das Modell gesehen, sich aber die Ausmaße nicht richtig vorgestellt. Nun bauten sie eine Kirche, die viel zu groß war. Er allein trage die Verantwortung, sagte er sich und wusste nicht wie es weitergehen sollte“ (zitiert aus: Frère Roger, Taizé für Frieden und Gerechtigkeit, Neukirchner Verlagshaus 2006, Seite 41).)
Die Versöhnungskirche in den 60er Jahren Die Anbauten entstanden erst nach dem Fall der Berliner Mauer
Glücklicherweise erwies sich seine Befürchtung als völlig unzutreffend, bereits zehn Jahr später platzte die Kirche unter dem Ansturm der Jugendlichen wieder aus allen Nähten.
4/63 –8/1965 Bau der orthodoxen Kapelle. Aus dieser Zeit stammen die Ikonen, die sich heute noch in Taizé befinden.
1971 Wegen zunehmendem Platzmangel wird die Westwand der Kirche mit ihren großflächigen Buntglasfenstern eingerissen. Jeweils vor Ostern wurde ein großes Zirkuszelt unmittelbar an die Kirche an- und im Herbst wieder abgebaut. Diese originelle Kombination bewährte sich 15 Jahre lang, auch wenn das Zelt bei einem schweren Sturm zweimal völlig zerfetzt wurde.
Ab 1989 Fall der Berliner Mauer. Tausende von Jugendlichen aus der ehemaligen DDR kommen nach Taizé. Das Zelt wird durch beheizbare riesige Hallen aus Fertigbauteilen ersetzt. Die Kirche in ihrer jetzigen Form fasst alle 6000 Jugendlichen die in der Hochsaison im Sommer pro Woche anreisen

